Rückblick 2025

Austausch, Analyse, Digitalisierung und Weiterentwicklung im Projekt „Mittelsachsen Sozial“

Im Mittelpunkt des vergangenen Jahres 2025 stand die Verbindung von Sozialberichterstattung, Sozialmonitoring, praxisorientiertem Dialog, wissenschaftlicher Forschung und strategischer Entwicklung aktueller sozialplanerischer Themen. Deutlich wurde dabei: Die Arbeit endet nicht mit dem Jahreswechsel. Die Ergebnisse aus 2025 sowie aus den Jahren davor bilden die Grundlage für zentrale Schwerpunkte im Jahr 2026. Sie bilden die Basis für die Integrierte Sozialplanung im Landkreis Mittelsachsen und treiben diese weiter voran.

Inhaltsverzeichnis

Sozialberichterstattung als Ausgangspunkt

Mit der Fortschreibung der Sozialberichterstattung in Form des 3. Sozialberichts wurde zum Jahresende 2024 die wichtige fachliche Grundlage für die Sozialplanung nachhaltig etabliert. Der Bericht zeigt gesellschaftliche Entwicklungen auf, macht Handlungsbedarfe sichtbar und liefert aktuelle Daten für Entscheider:innen bei Trägern sozialer Angebote, in den Verwaltungen der kreisangehörigen Gemeinden sowie für Kommunalpolitiker:innen zur Planung und Steuerung.

Gleichzeitig wurde deutlich: Sozialberichterstattung ist mehr als Statistik. Sie lebt vom Austausch. Das zeigte sich unter anderem im „DIALOG Mittelsachsen Sozial“ im April 2025. Dort wurden die Ergebnisse des Berichts gemeinsam mit Teilnehmenden aus Verwaltung und Praxis diskutiert, fachlich eingeordnet und mit Erfahrungen verknüpft.

Die Impulse aus dem Dialog wirken weiter. Sie fließen in die Arbeit der Integrierten Sozialplanung 2026 ein. Neben weiteren Themen stehen 2026 vor allem Teilhabe, Inklusion und Senior:innen im Mittelpunkt.

Datenmanagement, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

Ein weiterer Schwerpunkt 2025 war die Weiterentwicklung des Monitorings. In den Blick genommen wurden unter anderem Daten zu Schuleingangsuntersuchungen, Integration und Schwerbehindertenausweisen. Dabei besteht ein enger Austausch mit den Fachabteilungen des Landkreises sowie mit dem Statistischen Landesamt Sachsen.

Darauf baut auch die Arbeit am Dashboard „Mittelsachsen Sozial“ auf. Im Jahr 2025 wurde ein Prototyp entwickelt. Er zeigt, wie soziale Kennzahlen künftig anschaulich und gebündelt digital und interaktiv dargestellt werden können. Die Veröffentlichung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

Damit wird ein Übergang sichtbar. Von der Analyse zur Anwendung. Von der Datensammlung zur Nutzung. Das Dashboard soll perspektivisch die bisherigen Gemeindeprofile ablösen und diese Informationen in ein digitales Format überführen.

Das aufgebaute Datenmanagementsystem trägt außerdem dazu bei, künftig eng mit der Fakultät Angewandte Computer‐ und Biowissenschaften zusammenzuarbeiten. Die gemeinsame Entwicklung von KI-gestützten Verfahren für die Sozialberichterstattung soll ermöglichen, Daten noch präziser zu analysieren und damit die Steuerungsfähigkeit auf kommunaler Ebene auszubauen.

Zehn Jahre Mittelsachsen Sozial

Ein besonderer Moment im Jahr 2025 war der Fachtag anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Kooperation zwischen der Hochschule Mittweida und dem Landkreis Mittelsachsen im Projekt „Mittelsachsen Sozial“ im November. Die Veranstaltung bot Raum für den gemeinsamen Rückblick auf das Erreichte sowie für den Blick nach vorn auf zukünftige Aufgaben und Entwicklungen.

Deutlich wurde: Integrierte Sozialplanung ist ein langfristiger Prozess. Er braucht Kontinuität. Und die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln. Diese Haltung bildet auch den Übergang von 2025 zu 2026.

Quelle: Hochschule Mittweida

Forschung und Strategieentwicklung

Das Jahr 2025 war geprägt von einer intensiven wissenschaftlichen Einbindung. Im Mittelpunkt stand das Masterforschungsprojekt zu den Lebenslagen älterer und älter werdender Menschen in Mittelsachsen. Untersucht wurden unter anderem Aspekte der Lebenszufriedenheit, Gesundheit, des Wohnens und der Mobilität. Auch Fragen des selbstbestimmten Wohnens im Kontext von Behinderung fanden Berücksichtigung.

Die Ergebnisse bilden eine zentrale fachliche Grundlage für die seniorenpolitische Strategie des Landkreises Mittelsachsen sowie für konkrete Umsetzungsprojekte, etwa den Seniorenwegweiser.

Die Präsentation der studentischen Forschungsprojekte im Januar 2026 markiert dabei keinen Abschluss, sondern den Übergang in eine weitere Beteiligungsphase. Im ersten Halbjahr 2026 finden regionale Seniorenforen statt, in denen die Ergebnisse gemeinsam diskutiert und vertieft werden. Anschließend entscheidet der Kreistag Mittelsachsen über die seniorenpolitische Strategie des Landkreises.

Teilhabe und Inklusion als Schwerpunkt 2026

Aus den Analysen und Diskussionen der letzten Jahre ergibt sich ein klarer Schwerpunkt für 2026. Es geht um ein gemeinsames Verständnis von Teilhabe und um deren fachliche Verankerung.

Quelle: Hessbeck Photography

Geplant ist die Erarbeitung einer gemeinsamen Definition von Teilhabe durch die Fachabteilungen. Ergänzend folgt eine Bestandsanalyse vorhandener Daten zur Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen. Dabei werden inklusive Anforderungen besonders berücksichtigt. Gleichzeitig wird geklärt: Welche Daten fehlen? Wie können sie erhoben werden? Und wie können bestehende Daten besser aufbereitet und veröffentlicht werden?

Exemplarisch richtet sich der Blick zunächst auf Kinder und Jugendliche. Ziel ist ein weiterer Baustein für eine inklusive Jugendhilfeplanung.

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