Aktionstag „Gemeinsam leben in Mittelsachsen“

Information, Begegnung und Mitmachen am 5. Mai in Frankenberg

Wie fühlt es sich an, im Rollstuhl einen Bordstein zu überwinden? Wie orientieren sich blinde Menschen im Alltag? Und welche Unterstützung gibt es bei Suchtgefährdung? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt der Aktionstag „Gemeinsam leben in Mittelsachsen“ am 5. Mai 2026 im Veranstaltungs- und Kulturforum Stadtpark in Frankenberg.

Inhaltsverzeichnis

Es erwartet die Besucher:innen ein vielfältiges Programm rund um die Themen Inklusion, Teilhabe und Suchtprävention. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Aufklärung und das gemeinsame Erleben – praxisnah und niedrigschwellig.

Quelle: Hessbeck Photography

Starkes Netzwerk für einen starken Aktionstag

Organisiert wird der Aktionstag vom Landkreis Mittelsachsen gemeinsam mit seinem Behindertenbeirat, der Stadt Frankenberg und dem Freiberger Verein Agenda 21. Unterstützt werden sie von zahlreichen regionalen Akteuren, Vereinen und Institutionen. Die Hauptzielgruppe sind Jugendliche. Es sind jedoch alle Interessierten eingeladen, mitzudenken, mitzumachen und ins Gespräch zu kommen.

Inklusion erleben – Barrieren verstehen

Rund 15 Vereine, Verbände und Institutionen gestalten das Aktionsgelände und laden dazu ein, sich aktiv mit dem Thema Teilhabe von Menschen mit Behinderung auseinanderzusetzen. Ein Rollstuhlparcours sowie eine Tast- und Fühlstation ermöglichen Perspektivwechsel und geben Einblicke in den Alltag von Menschen mit Einschränkungen.

Ein besonderes Highlight: REGIOBUS stellt einen Linienbus zur Verfügung, in dem die Gäste ausprobieren können, wie sich das Ein- und Aussteigen blind oder im Rollstuhl anfühlt.

„Menschen mit Behinderung nehmen aktiv am gesellschaftlichen Leben teil. Auch wenn wir im Rollstuhl sitzen, können wir zum Beispiel selbstständig Auto fahren. Blinde können Texte lesen. All das möchten wir zeigen“, erklärt Cornelia Melzer, Vorsitzende des mittelsächsischen Behindertenbeirates. „Gleichzeitig wollen wir für unsere Belange sensibilisieren und direkt miteinander ins Gespräch kommen.“

Suchtprävention: Informieren, aufklären, unterstützen

Ein weiterer Schwerpunkt des Aktionstages liegt auf dem Thema Sucht. Mit einer alkoholfreien „Mixed-Bar“, dem „Klarsichtkoffer“ des Gesundheitsamtes sowie Informationsständen wird über Risiken, Prävention und Hilfsangebote aufgeklärt. Ergänzt wird das Programm durch eine moderierte Demonstration der Rettungskette von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

„Die Kombination der beiden Themen Sucht und Inklusion ist bewusst gewählt“, betont Jörg Höllmüller, Zweiter Beigeordneter des Landkreises Mittelsachsen. „Einerseits sollen Gefahren aufgezeigt, andererseits Ansprechpartner:innen bekannt gemacht werden. Denn gerade das persönliche Umfeld nimmt mögliche Suchtgefährdungen oft zuerst wahr.“

Gemeinsam leben – gemeinsam Verantwortung übernehmen

Der Aktionstag „Gemeinsam leben“ findet regelmäßig in wechselnden Kommunen in Mittelsachsen statt und steht für gelebte Solidarität, gegenseitiges Verständnis und gesellschaftliche Vielfalt. Frankenberg bietet in diesem Jahr den Raum für Begegnung, Austausch und neue Impulse.

Kommen Sie vorbei, machen Sie mit und setzen Sie gemeinsam ein Zeichen für ein inklusives und gesundes Miteinander in Mittelsachsen!

Unterstützende Angebote im Landkreis zu den Themen Inklusion und Sucht (Auswahl):

Inklusion/Teilhabe

Sucht

Quelle: Hessbeck Photography

Die Themen Behinderung und Inklusion bzw. Sucht und Suchtprävention betreffen nicht nur einzelne Menschen, sondern zugleich Familien, Angehörige, Freunde, die gesamte Gesellschaft.

Fachliche Hintergründe und in welcher Form der Landkreis Mittelsachsen mit unterschiedlichsten Angeboten und Aktionen hier ansetzt, lesen Sie auch in den Blogbeiträgen INKLUSION leben sowie Suchtprävention: Gemeinsam für eine suchtfreie Zukunft im Landkreis Mittelsachsen und Suchtprävention beginnt früh – und geht uns alle an.

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